Sonntag, 22. April 2007

Schoki

Aufgrund schlechterer Wetterlage haben wirs uns heute drinnen gemütlich gemacht - bei Max Brenner, dem Mann mit Glatze und Schokolade. Einem DER Schoko-Götter in Australien überhaupt (obwohl oder grade weil er - glauben wir - eigentlich Schweizer ist).

Das Konzept der Brenner-Läden ist so wunderbar wie einfach: alles mit Schokolade und alles mit möglichst viel Spielerei. Zum Beispiel Stövchen mit Schoki zum selbst-schmelzen, Schoko-Fondue mit Früchten usw., einfach die größten Schoko-Sauereien.
Max Brenner Cafés gibt`s in den größeren Städten Australiens und sind hier super-angesagt - da mal nen Tisch zu bekommen ist ein kleines Wunder. Und dieses Glück hatten wir Sonntag!
Dass es geschmeckt hat brauchen wir ja sicher nicht mehr extra zu sagen...




Samstag, 21. April 2007

Woolloomooloo

...ist ein Stadtteil von Sydney. Und zwar eine ziemlich exklusiver direkt am Hafen. Die Queen Mary II hat hier festgemacht... und auch Russell Crowe. Der trohnt dort in seinem 14 Mio. Dollar Penthouse direkt am Kopfende der "Finger Warf". Die Finger Warf ist eine alte Schiffshalle die mitten in den Hafen hineinragt und nun einzelne Wohnkomplexe der superreichen und noch reicheren Australier sowie ein paar exklusive Restaurants beherrbergt.

Innen sieht`s noch immer aus wie in ner alten Verladehalle - zumindest soweit man gehen darf, vor Russel`s Behausung ist dann noch ne extra verglaste Sicherheitszone abgetrennt und da gehts dann für normalsterbliche ohne Paß nicht weiter.

Vor der Warf sind unzählige riesige schwimmende Häuser festgemacht (eigentlich Schiffe aber der Ausdruck triffts nicht ganz), die uns den Neid dann restlos in jede einzelne norddeutsche Pore getrieben haben.
Guten Geschmack hat der Herr Crowe mt seiner Wohnung, sehr stylo, respekt!





Donnerstag, 19. April 2007

Ein Vize, Zwei Queens, eine No1 und der liebe Stau

Da wird Georgie aber staunen. Er besucht ein fremdes Land und niemand ist da, um sich zu beschweren.
Denn ganz Sydney freut sich auf ihn.

Die Frage (Warum?) ist gerechtfertigt, die Antwort hat mit dem vergangenen Besuchund den Auswirkungen seines Vizes und zweier britischen Damen zu tun.

Cheney jedenfalls war vor 2 Monaten hier. Und alle haben sich beschwert. Denn zu seiner Sicherheit wurde die halbe Innenstadt über Tage immer wieder gesperrt. Und die Wartezeiten im Stau waren den Sydneysidern nicht genehm. Interessanter Weise liebt es der Australier in einer Schlange zu stehen und auf etwas stundenlang zu warten. Der Stau jedoch wird gehasst. Es waren jedenfalls alle froh, als Dick wieder weg war.

Dann kamen die beiden Ozeanriesen QM2 und QE2 zu Besuch, eindrucksvolle Bilder findet ihr hierzu übrigens im Blog. Mit geschätzten 200.000 Besuchern an einem Abend führte dieser Doppelstop zu einem herrlichen, fast grandiosen Verkehrschaos. Zudem wurden Menschen versehentlich im Park eingeschlossen, alte Frauen mussten über Mauern klettern, aber viel schlimmer: die Bevölkerung steckte im Stau. Es wurde sich überaus ordentlich beschwert, daraufhin öffentlich zwei Verkehrs-Verantwortliche demontiert, die dann trotz Herz-zerreissender- Entschuldigungen Ihren Hut nehmen mussten. Ja, der Sydneysider hasst den Verkehr! Natürlich ohne zu berücksichtigen, dass er selbst der Verkehr ist...

Und nun kommt Amerikas No1. Das ist dann praktisch QM2 + QE2 x DC hoch 2. Aber man ist dieses Mal vorbereitet. Dieses Mal muss niemand warten, niemand im Stau stehen, niemand den Hut nehmen – und sich niemand beschweren. Denn dieses Mal muss niemand arbeiten. Der Laden wird dicht gemacht – das Problem ist gelöst. Ein Tag frei für Sydneys Berufswelt als Lösung der zu erwartenden Verkehrsprobleme am Besuchstag von GWB.

Wenn das kein Grund ist sich auf Georgie zu freuen!

Und sich nicht zu beschweren...

Montag, 16. April 2007

The Rocks

Der Besuch in den Cenntenial Parklands war nur der Anfang unseres Sonntags. Nach all der Natur war uns mal wieder nach Innenstadt. The Rocks hatten wir bislang noch nicht ganz so intesiv angeschaut und es wurde dringend mal Zeit das nachzuholen.

Wir sind rechtzeitig zu den Markets in the Rocks gewesen dort gab es allerdings nur das übliche Touri-Zeugs - ausgestopfte Spinnen, industriell gedruckte Aboriginal Bilder und anderen Ramsch. Wir haben uns dann dicke Pancakes mit Fruitsalad und Creme gegönnt. Um das irgendwie wieder abzulaufen gings danach noch kreuz und quer durch die Stadt... naja und abends wieder zum Thai ;-) Man gönnt sich ja sonst nix...




Cenntenial Parklands

Der Cenntenial Park oder auch die Cenntenial Parklands befinden sich in Herzen Sydneys - also keine 10 Minuten Fahrt von uns aus - und umfassen 360 Hektar Natur für den langflüchtigen Großstädtler. Die einzelnen Rasenflächen auf denen die Sydneysider dann am Wochenende fröhlich picknicken, Reiten, Cricket, Footie oder Fußball spielen (gibt dort sogar Tore, Abschlagmale usw.) sind wirklich riiiiiesig! Da passen mehrere Fußballfelder bequem ein paarmal neben- und hintereinander bis sie vom nächsten Weg unterbrochen werden.
Und man findet dort alle Arten von Wäldern: Palmen-, Kiefern-, Farn- und Eukalyptuswälder, jedes Waldstück hat seine eigene Atmosphäre mit Papageien, Pelikanen, schwarzen Schwänen oder anderen Viechern und vor allem seinen eigenen Geruch nach Moss, Eukalyptus, Pineien oder exotischen Blumen (riecht hier ja immer alles so irre!). Tja und da gehen die Leute hier Sonntags zum Entspannen hin, drum haben wir uns gedacht das können wir auch ;-)



Unterbrochen werden die riesigen Flächen von mehr als großen Seen, die den hier typischen Viechern den notwendigen Raum zum Leben ermöglichen.
Der schwarze, puschelige Vogel hat übrigens eine Japanerin ganz hibbelg gemacht - sie hatte den Vogel noch nie gesehen. Hmmm, wir schon. So an die 100 Mal oder so...



Dafür fanden wir die Fische in einem der Seen als durchaus bemerkenswert, waren Sie doch bis zu 70cm lang und ordentlich genährt. Fett waren Sie und haben nach Angeln geschrien!
Ihrer Sicherheit jedoch durchaus bewußt, kamen Sie bis ans Ufer um nach den Brotkrumen zu schnapen, die wohl eigentlich für die Seehühner gedacht waren.
Getoppt hat das nur der 1 Meter-Aal, der immer wieder auch an den Füssen der Hühner gesaugt hat, was die armen Viecher zu paranoiden Wasseroberflächenbewohnern gemacht hat, die ununterbrochen mit langem Hals unter sich sehen mussten. Arme Dinger!


Sehr schön war auch ein Weg rund um einen der Seen, der zwischen den Palmen durchgführt hat. Und Zitronenbäume gab es auch!



Am Ende unseres kleinen Parkausflugs stand dann ein geschützter Bereich mir Originalbestand an Sumpfvegetation so wie es wohl vor der Besiedlung ausgesehen haben muss. Trotz der relativ kleinen Fläche war es dennoch ein halbwegs mystisches Erlebnis, dass man so (mal wieder) nicht in der Innenstadt erwartet hätte.


Oxford Street und Newtown

Am Wochenende haben wir uns mal wieder ein wenig mehr Zeit für Sydney genommen und uns erneut in der Stadt umgesehen. Es gibt noch immer Orte an denen wir selbst nach Monaten noch nicht gewesen sind und sogar ganze Stadtteile die wir bislang noch nicht gesehen haben. Ist einfach zu groß um alles zu entdecken...

Samstag haben wir den Tag an der Oxford Street begonnen und erst einmal lecker gefrühstückt. Es war ein eher alternativ, Gluten-freies (die Aussis brauchen alles extra Gluten-, Kalorien und vor allem Kohlehydrate-frei... böse, böse Kohlehydrate ;-)) und frei-laufende-Hühner-verwendendes Bistro, wo wir jeder leckere 12.000 leckere Kalorien zu uns genommen haben, die uns dann vorerst sicher durch den Tag gebracht haben.

So gut gestärkt sind wir dann auf dem Rückweg zum Auto eher zufällig über die Paddington Markets gestolpert, die einmal woechentlich in der Nähe der Paddington Uniting Church stattfinden. Angeboten wird dort so ziemlich alles, von wundervollem Kitsch bis zu durchaus günstigen Designerklamotten - überraschenderweise allerdings kein ramschiger Asien-Import wie auf den anderen Märkten, war schon alles ein bisserl vernünftiger dort. Dazu kamen die kulinarischen Schweinereien (waren ja aber leider schon über-satt) und – in grosser Anzahl – die Handleser und Hockus-Pockus-Geschichten-Erzählerinnen. Was an sich auch eh das Gleiche ist...
Jedenfalls war es eine tolle Stimmung auf dem kleinen, bunten Markt. Und wie so oft in Sydney ein Ort, an dem man in aller Leichtigkeit hunderte Dollar hätte ausgeben können.

Am Nachmittag sind wir nach Newtown gefahren - wir hatten von vielen Leuten gehört, dass es der eher "punkige" Teil von Syney sein soll. Und dort angekommen haben wir bemerkt, dass Newtown auch wunderbar zu unserem gluten-freien Brunch gepasst hätte. Nein, keine freilaufenden Huehner aber herrlich alternativ.
Es gab jedenfalls einiges zu sehen, wobei unser klarer Favourit ein zutätowierter Punker in Lederkluft gewesen ist, der völlig zugedröhnt auf einem motorisiertem Rollstuhl mit eingebauter doppel-Bass-Musikanlage über den Fussgängerweg geheizt kam. Sehr schön, sieht man nicht alle Tage. Da das offensichtlich getunte Gerät zu schnell an uns vorbeigeschossen ist, können wie hier leider keine Fotos zeigen. Sonst ist Newtown eine wunderbar bunte Mischung aus Restaurants, Cafes und kleinen Läden mit all den bunten Menschen die man für so eine Mischung braucht. Echt sehr schön! Nur eben leider etwas ausserhalb...