In Mt. Gambier gibt es einen Kratersee, den Blue Lake, der dem Namen entsprechend, wundersam Blau aussehen soll. Hat er leider nicht so ganz aber trotzdem war`s ein wunderschöner Platz an dem wir unseren Frühstücks-Kaffee in der aufsteigenden Sonne genießen konnten.
Danach sind wir zu einem Sinkhole (einem großen Loch, Krater, irgendsowas, groß eben und tief!) gefahren. In dem Sinkhole hatten die Mt.Gambianer einen kleinen tropischen Garten – natürlich auch mit der obligatorischen Grill-Station - angelegt. Superschön! Und in den Steilwänden ringsherum, von denen die Ranken wie Vorhänge herunter hingen, hatten wilde Bienen ihr Zuhause gefunden und große, freischwebende Waben an den Fels geklebt.
Das Sinkhole war uns noch nicht tief genug, darum gings danach 20m tief und 120m in den Fels hinein zu den Margaret Rose Caves, einer Tropfsteinhöhle, die etwas weiter außerhalb von Mt.Gambier lag.
Auf dem Weg dorthin haben uns viele, viele riesige Kängurus vom Straßenrand, dem Wald oder den Wiesen aus angeschaut. Todsicherer Touri-Tipp wennde Kängurus sehen willst: Einfach mal auf ne Landstrasse in South Australia abbiegen! Und neben dem gemütlichen Kokaboora gibt`s da auch noch viele, drollige, winzige Puschelvögel…
An diesem Tag haben wir gelernt, dass die Känguru-Warnschilder an der Straße wohl doch nicht aufgestellt sind um die Touristen zu erfreuen sondern – oh Wunder – um vor den Hoppeltierchen zu warnen, die dort in Herden neben der Straße und leider auch auf der Straße unterwegs sind. Und wir reden hier nicht von den kleinen zierlichen Hüpfern, die auch einmal in einem Gehege im Bremer Bürgerpark gewohnt haben. Nein, hier haben die mal ne ganz andere, mannshohe Größe. Diese Südaustralischen Muskelpakete möchte man allein wegen ihrer stattlichen Erscheinung nicht gerne überfahren… geht bestimmt auch gar nicht so ohne weiteres - und ob Auto oder Hüppler da besser bei wegkommen würden möchten wir gar nicht erst ausprobieren. Selbst der Bullbar an unserem Van scheint die großen Viecher nur unzureichend von uns abzuschirmen.
Wegen dieses nächtlichen Känguru-Alarms (sind nachtaktiv) waren wir also gezwungen unsere Fahrtgeschwindigkeit von rasenden 90 km/h auf reaktionsschnellere 50 km/h zu drosseln und hatten dennoch zuerst ein gutes Gefühl die Strecke bis nach Adelaide in der Nacht noch zu reißen.
Als dann allerdings auch noch ein Hirsch aus dem Australischen Busch auf die Straße hervorgeschossen kam, dann verwirrt in unserem Scheinwerferkegel stehen blieb und uns damit zu einer Vollbremsung gezwungen hat, war es uns Zeichen genug. Der nächste Anflug von Zivilisation (in diesem Fall zehn Häuser +eine Tanke) wurde als Nachtlager auserkoren und die Kängurus (und Hirsche) hatten erst einmal ihre Ruhe vor uns.
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